Schulfamilie gratulierte dem Chef zum 60.

Schüler, Lehrer und Elternbeirat gestalteten große Geburtstagsfeier für Rektor Ludwig Paßreiter -  Glückwünsche auch von Seiten der Stadt

Schulfamilie gratulierte dem Chef zum 60.

Sichtlich überwältigt von den Einfällen und Ideen der gesamten Schulfamilie konnte Rektor Ludwig Paßreiter nur ein herzliches Dankeschön an alle sagen. hs, Laberzeitung, 26.01.2012. Bilder: hs

Diesen Dienstagvormittag werden die Schüler, aber auch der Rektor der Grund- und Mittelschule sicher nicht so schnell vergessen. Eigentlich wollte Ludwig Paßreiter  seinen 60. Geburtstag gar nicht groß feiern, aber da machten ihm die Kollegen, aber auch die Schüler einen Strich durch die Rechnung. Konrektorin Ulrike Obermeier, die Kolleginnen und Kollegen samt Elternbeirat der Grund- und Mittelschule, aber auch Bürgermeister Bernhard Krempl zusammen mit seiner Geschäftsleiterin in der Stadtverwaltung, Maria Reicheneder, hatten dafür gesorgt, dass der 60. Geburtstagstag von Rektor und Schulverbundskoordinator Ludwig Paßreiter zu einem großen Fest der gesamten Schulfamilie wurde. Die eineinhalbstündige Feier war ausgefüllt mit Liedern, Gedichten und Sketchen der Schüler und endete mit einer großartigen Musikshow des Lehrerkollegiums.Schon seit Tagen hatten sie sich mehr oder wenig verstohlen darauf vorbereitet, wie sie den Geburtstag ihres Chefs in besonderer Weise feiern könnten.

 

Da es ja geheim bleiben sollte, konnte auch nicht viel geprobt werden. Hauptorganisatoren waren neben Konrektorin Ulrike Obermeier, bei der alle Fäden zusammenliefen, die „Musiklehrer" Birgit Sagmeister, Dietmar Englbrecht und Bernhard Nußer, aber auch die übrigen Lehrer - Josef Bauer, Sigrid Winklmeier, Anna Mittermeier, Margit Candussio, Annette Hentschel, Alexandra Dobner und Josef Mandlinger, hatten mit ihren Schülern einiges vorbereitet, womit sie den Chef erfreuen wollten. Als erstes bildeten alle Schülerinnen und Schüler ein langes Spalier ausgehend vom Rektorat, quer durch das ganze Schulgebäude bis hinüber zur alten Turnhalle, worin schon alles für die Feier vorbereitet war. So geleiteten sie das „Geburtstagskind" mit seinen Ehrengästen, Bgm. Bernhard Krempl, die Stadtpfarrer Dekan Josef Ofenbeck und Pfarrer Ulrich Fritsch, sowie den ehemaligen Konrektoren Josef Gandorfer und Otto Strasser fröhlich applaudierend zur großen Feier. Passend dazu gleich das erste Lied der Klasse 1a: „Weil du heut Geburtstag hast, darum ist bei uns was los!" Weil in ihren Augen der Rektor in der Schule so etwas Ähnliches ist wie in der Stadt der Bürgermeister, so meinten die Kinder der Klasse 2b mit Recht, müsse er auch eine Amtskette tragen. Diese hatten sie aus goldfarbenen Schokoladentalern vorbereitet, damit er sie, sollte er einmal Frust haben, gleich verspeisen könne. Gesanglich und in Reimversen, natürlich auf echt bayrisch, spendeten einerseits die Schüler der 4c dem „Jubilar" Trost „Was sind schon 60 Jahr!", andererseits hoffierten sie ihn aber auch wegen seiner großen Berühmtheit weit über die Landkreisgrenzen hinaus „In halbert Bayern kennt man sie!" Von den täglichen Pflichten eines Rektors, aber auch dass er oftmals vor schlitzohrigen Schülern auf der Hut sein müsse, gaben einige Schüler aus der 7.Klasse in ihrem Sketch zum Besten. Ganz ohne Hintergedanken präsentierte sich anschließend die Klasse 4a, indem sie ihrem Rektor mit einem fröhlichen Geburtstagslied herzlich gratulierte. Dass sie sich schon viele Wochen lang ihr Gehirn zermartert hätten, was sie ihrem Rektor zum 60. schenken könnten, verrieten die Schüler der 6. Klasse, ehe ihnen die rettende Idee gekommen sei, dass für einen Lehrer fünf Jahre vor seiner Pension eindeutig ein Stiftekaktus das ideale Geschenk sei. Es wäre einerseits für sie leicht erschwinglich, andererseits  für ihn aber auch sehr nützlich, da er sich dann bis zu seinem Ruhestand bestimmt keine Korrekturstifte mehr kaufen müsse. Auch die drei Schülersprecher, Manuel Jungmayer, Anna-Lena Stierstorfer und Simon Penzkofer wollten unter den Gratulanten nicht fehlen. Sie hatten sich bei ihren Mitschülern, aber auch im Kollegen- und Sportlerkreisen umgehört um zu erfahren, welche Spitznamen für ihren Rektor im Volksmund so im Umlauf seien. Dabei hatten sie eine ganze Liste anzubieten und sorgten damit unter den Geburtstagsgästen, besonders auch bei Ehefrau Maria und Tochter Sylvia für große Erheiterung.

 

Als Geschenk hatten sie einen Tennischläger, behängt mit vielen Glückwunschkarten der Mitschüler, dabei. Darüber hinaus hatte der Schulchor, begleitet von Lehrer Bernhard Nußer am Keyboard, ein eigenes Geburtstagslied mit vielen guten Wünschen einstudiert. Darin lautete eine Strophe: „Behalte die Haare, leb' siebenhundert Jahre, denk an die Kräfte deiner Jugend zurück!". Nun waren Bürgermeister Bernhard Krempl mit Geschäftsleiterin Maria Reichender als Gratulanten an der Reihe. Sie verbanden den Dank und die Glückwünsche der Stadt mit einer Reihe von für einen „Herrn im fortgeschrittenen Alter" nützlichen Geschenken wie Haartonikum, Isomatte, Naturheilmittel gegen Verspannungen und Rückenschmerzen und einem wertvollen Ratgeber für ältere Herren. Natürlich hatten sie auch etwas dabei, was nicht für fremde Augen bestimmt war und übergaben dies in einem Umschlag. Ihnen schlossen sich die Vorsitzenden der beiden Elternbeiräte, Stefanie Riedl, Petra Plank und Heike Heimerl, an. Ihr Geschenk war ein nostalgischer Rennski, der aber durch seine etwas extravagant gestaltete Verzierung stark aufgewertet worden war. In die gleiche Richtung waren die Gedanken der Kollegen gegangen, denn sie spendierten ihrem Chef und seiner Frau ein komplettes Skiwochenende inklusive Skipass. Das war aber noch nicht alles, denn ein Kollegenteam – Konrektorin Ulrike Obermeier, Birgit Sagmeister, Josef Mandlinger und Annett Hentschel gaben als Abschluss der Geburtstagsfeier eine selbst kreierte Musikshow mit dem Titel „Das macht Herr Paßreiter am Wochenende", in der sie seine Aktivitäten in den Vereinen, seine Hobbys und seine neueste Errungenschaft, die nostalgische „Puch" , erworben in Österreich und Ursprung vieler schlafloser Nächte, eingesponnen und durch passende Liedeinspielungen untermalt hatten.