„Wer informiert ist, kann sich und andere schützen“

2013/2014

Zollbeamte beim Elternabend der Grund- und Mittelschule – Erkennungszeichen des Drogenkonsums sind vielfältig.Die Tatsache, dass man Drogen auch in Geiselhöring bekommen kann, war der Auslöser, dass die Verantwortlichen im Elternberat der Grund- und Mittelschule Geiselhöring Markus Grahammer und Dagmar Dunskus, zusammen mit Maria Leib, der Sozialpädagogin an der Schule Geiselhöring, und Rektor Ludwig Paßreiter gemeinsam einen Elternabend zur Prävention organisierten. - Zolloberinspektor Alois Schwägerl und Zollhauptsekretär Franz Sporer, zwei Beamte vom Hauptzollamt Furth i. W. erwiesen sich als sachkundige Experten aller möglichen Arten von Drogen, deren oftmals überaus heimtückischen Wirkungsweisen und der gesundheitlichen Risiken bei deren Missbrauch.

2013/2014

„Wer informiert ist, kann sich und andere schützen", so lautete der Einstieg von Alois Schwägerl von der Kontrolleinheit Verkehrswege Furth im Wald . Schwerpunkte der Ausführungen der Zollbeamten waren Drogenarten Crystal Speed Marihuana, Heroin, Kokain und Heroin, Drogenmiss¬brauch, Drogenschmuggel, seelische und körperliche Gefahren und Auswirkungen des Drogenkon¬sums, sowie Beispiele der Beschaffungskriminalität und rechtliche Folgen bei Drogenmissbrauch von. Gerade die Modedroge Crystal Speed ist im Grenzgebiet um Furth im Wald seit 2010 zu einem großen Problem geworden, da immer mehr davon in tschechischen Giftküchen produziert und dann über die Grenze geschmuggelt wird. „Man kann Drogen kaufen wie T-Shirts oder CD's", kritisierte Schwägerl. Zwar fanden die Eltern den Einfallsreichtum mancher Drogenschmuggler erstaunlich oder den spaßigen Filmausschnitt über drogenverursachtes Fehlverhalten einzelner Autofahrer erheiternd, dennoch verging den meisten das Lachen, als sie Bilder und Beispiele von den rapiden körperlichen Schädigungen und dem erschreckenden und schnellen körperlichen Verfall eines von der Modedroge Crystal Abhängigen gezeigt bekamen. Je früher der Einstieg mit gleich welcher Droge, desto schädlicher seien die Wirkungen, berichteten die Referenten aus ih¬rer beruflichen Erfahrung.
Drogen erlauben kein Probieren!
Ausführlich ging Franz Sporer auf das Methamphetamin „Crystal Speed" ein, das zu einem immer größer werdenden Problem werde. „Drogen erlauben kein Probierstadium, warnte Sporer eindring-lich. Zolloberinspektor Schwägerl hatte bereits eingangs die von der CZ-Regierung beschlossene Freigabe von „geringen Mengen" unterschiedlicher Drogen kritisiert, räumte aber auch ein, dass von Seiten der tschechischen Regierung bereits ein Umdenken zu beobachten sei. Ausführlich informierte er die Eltern über mögliche Warnzeichen, die auf einen Drogeneinstieg eines Kindes hin¬weisen können. „Der erste Dealer ist oft der beste Freund!", lautete eine eindringliche Warnung von Schwägerl. Außerdem erfuhren die Eltern von der Null-Toleranz-Grenze bei Konsum illegaler Drogen im Straßenverkehr. Allein der Besitz illegaler Drogen führe selbst als Fußgänger zum Verlust des Führerscheins, zum daraus resultierenden MPU-Test und zur zwingenden Strafanzeige. Drogenkonsum während der Arbeitszeit oder in der Schule könne eine fristlose Entlassung nach sich ziehen. Im Punkt „Wie kann man sich vor den Gefahren der im Volksmund als KO-Tropfen schützen", empfahlen die Zollbeamten den Eltern, ihre Töchtern eindringlich davor zu warnen, Geträn¬ke in der Diskothek unbeaufsichtigt stehen zu lassen, oder sich von der Clique abzusondern. Sehr ernst wurde es, als beide Referenten über persönliche Erfahrungen aus Gerichtsverhandlungen im Drogenspektrum berichteten. So habe einmal bei Verhandlungsbeginn eine 22-jährige Drogenabhängige dem Richter gestanden: „Wäre ich nicht erwischt worden, wäre ich heute nicht mehr am Leben!" Die Elternberatsvorsitzenden der Grund- und Mittelschule, Markus Grahammer und Dagmar Dunskus, bedankten sich im Namen der knapp 40 anwesenden Eltern bei den Referenten.