Schulentlassfeier der 9. Klasse

Auszeichnung für beste Entlassschüler und Qualiprüflinge

2013/2014

Ein Wortgottesdienst, gestaltet von Dekan Josef Ofenbeck zusammen mit Klassenlehrerin Tanja Waas und Gemeindereferentin Monika Glashauser, war am Freitagabend der Einstieg in die Schulentlassfeier der Mittelschule Geiselhöring. Rektor Ludwig Paßreiter fand lobende, aber auch mahnende Worte für die Abschlussklasse. Bürgermeister Herbert Lichtinger ermunterte die Entlassschüler, sich neue Ziele zu setzen. Elternbeiratsvorsitzende Dagmar Dunskus machte den Entlassschülern mit einer Strophe aus dem Gedicht „Einfache Sache" von Eugen Roth Mut für den Übergang in das Berufsleben. Gesangseinlagen von Sonja Fritsch, Viola Koch, Afra und Amira Musa und Theresa Meier aus den 9. Klassen wurden von Festgästen und Eltern mit großem Beifall bedacht. Die jeweils drei Jahrgangsbesten der R 9 und der M 9 erhielten als Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen von der Stadt Geschenkgutscheine.
Nach der Einführung durch Dekan Josef Ofenbeck, der den Übergang von der Schulzeit zum Berufsleben mit einem Schlüsselbund mit vielen Schlüsseln versinnbildlichte, und das von den Schülern gewählte Thema „Neue Türen öffnen sich!" als Anlass sah, für das unfallfreie Schuljahr Gott einen umfassenden Dank abzustatten. Nach ergreifenden Sologesängen von Lehrerin Sonja Fritsch und Schülerin Viola Koch aus der R9, begleitet von Lehrer Bernhard Nußer (Klavier) und Christian Schießl (Schlagzeug), trugen Florian Baldauf und Monique Müller von der R 9 die Fürbitten vor. Mit der Bitte um Segen und Heil für den bevorstehenden Lebensweg durch Dekan Josef Ofenbeck und den guten Wünschen von Klassleiterin Tanja Waas und Gemeindereferentin Monika Glashauser endete der Wortgottesdienst.

Tadel aber auch Lob
Nach dem klangvoll und harmonisch vorgetragen englischen Lied „Take me as I am" von Sonja Fritsch leitete die Schülerin Viola Koch mit ihrem Lied „Somybody's knocking at your door" zum weltlichen Teil der Abschlussfeier über. Rektor Ludwig Paßreiter ersparte es sich, die Situation der Entlassschüler mit dem Ausgang der Fußball-Weltmeisterschaft zu vergleichen, sondern ging vielmehr der Frage nach, warum in der Schule die Vermittlung von bestimmten Grundwerten und Normen manchmal sehr schwierig sein könne, wie es sich auch in der Klasse R9 dargestellt habe. Gründe dafür sah Paßreiter in der zunehmend geringer werdenden Wertschätzung von Schule in Deutschland, teilweise bedingt von der immer noch ausstehenden Verbesserung der Rahmenbedingungen von Seiten des Staates. In gleicher Weise forderte Paßreiter aber die Eltern auf, im familiären Bereich gewisse Grundwerte und Normen wie Verantwortungs- und Gemeinschaftssinn, Fleiß und Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Rücksichtsnahme zu vermitteln und damit den Lehrern eine Basis zu bieten, auf der sie aufbauen können. Der Schulleiter versäumte es jedoch auch nicht, dem Großteil der Entlassschüler Lern- und Leistungsbereitschaft zu bescheinigen. Vor allem machte er der Klassenleiterin der R9, Tanja Waas und dem Klassenleiter der M 9, Jürgen Schramm, ein großes Kompliment für ihr unermüdliches Engagement und ihre nie nachlassenden Motivationskünste. Sein Dank galt auch den Eltern, die mit ihren Kindern gelernt, sie abgefragt und sie auf Prüfungen vorbereitet haben. „Mit eurer Hilfe haben die Kinder diesen Lebensabschnitt gemeistert", versicherte er ihnen. Zuletzt gab er den Schülern mit auf den Weg: „Ihr habt mit dem heutigen Tag den ersten wichtigen Lebensabschnitt hinter euch gebracht, eure Schulpflicht erfüllt, die ersten Türen geöffnet. Doch unsere Gesellschaft erfordert ein dauerndes Lernen, einen permanenten Prozess der Weiterbildung, ein dauerndes Öffnen von Türen und auch das konsequente Hindurchgehen. Setzt euch nun neue Schwerpunkte und realistische Ziele und versucht diese zu erreichen!"

"Schule nur Wegbereiter"
Bürgermeister Herbert Lichtinger ermunterte die Schulabgänger mit passenden Versen aus dem Gedicht „Stufen" von Hermann Hesse, sich für ihren neuen Lebensabschnitt neue Ziele zu setzen und neue Herausforderungen zu suchen. Auf der Schule des Lebens gebe es keinen Abschluss. „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man damit aufhört, treibt man ab", warnte er. Lichtingers Dank galt der Schulleitung, den Lehrern und Bediensteten der Schule, dass sie in ihrer täglichen Arbeit und Zuwendung den Schülern den Weg bereitet und erleichtert haben. „Ihr selbst aber müsst nun euren Weg gehen" forderte er die Entlassschüler auf.
Dagmar Dunskus , Elternbeiratsvorsitzende der Mittelschule, übermittelte den Entlassschülern ebenfalls die besten Wünsche für ihren kommenden Lebensabschnitt, den sie nun mit zunehmender Selbstständigkeit gestalten müssen. Ihre guten Wünsche für eine glückliche Zukunft umschrieb sie mit einer Strophe aus dem Gedicht "Einfache Sache" von Eugen Roth. Im Namen ihrer Mitschüler bedankten sich die Schülersprecher Patrick Biebl und Florian Baldauf bei Schulleitung und Lehrerkollegium, bei der Stadt, bei der Schulsekretärin Doris Scharschmidt und Hausmeister Werner Brielbeck. Ihr herzlicher Dank galt der Klassenleiterin Tanja Waas, „dass sie ihnen bis zum Schluss die Stange gehalten habe". Gleichen Dank zollten sie auch den Eltern, an die sie ihren Wunsch richteten : „Helft uns, unseren Weg allein zu gehen!"
Gardasee
Trotz der kritischen Worte von Rektor Ludwig Paßreiter und manch unerfreuliche Situationen im Schulalltag bescheinigte Klassleiterin Tanja Waas dem Großteil ihrer Schüler, dass sie mit ihnen viele schöne und lustige Momente erlebt habe. Ein besonderer Höhepunkt sei ohne Zweifel die Abschlussfahrt an den Gardasee gewesen, wofür sie große Unterstützung nicht nur beim Schulleiter, sondern vor allem bei ihrem Kollegen Jürgen Schramm, sowie beim Elternbeirat und der Stadt Geiselhöring erhalten habe. Ihr Dank galt hier auch den Schülern für ihr gutes Benehmen und ihre Zuverlässigkeit. „Dadurch wurde die Fahrt ein tolles Erlebnis und bleibt sicher bei uns allen in guter Erinnerung", lautete ihr Fazit, ehe sie anhand einer mit Musik untermalten Präsentation die fünf Tagesziele - Monte Baldo, Venedig, Gardaland und Hochseilgarten - der Abschlussfahrt Revue passieren ließ.
„Geschenkgutscheine für die Jahrgangsbesten!"
Von den 28 Schülern der R 9 (Regelklasse) haben sich 26 der besonderen Leistungsfeststellung unterzogen: 13 Schüler haben bestanden, davon 1 Schüler mit sehr gut, vier mit gut und acht mit befriedigend. Somit haben 46% der Schüler der R9 (Regelklasse) den Quali geschafft. Von den 29 Schülern der M 9, die sich geschlossen der QA-Prüfung unterzogen, haben 27 bestanden, wobei die Notendurchschnitte von 1,83 bis 2,88 reichten. Dank der derzeit hervorragenden Ausbildungssituation sind von den 28 Schulabgängern der R9 bereits alle versorgt. Nachdem die 27 Schülerinnen der M9 ihr Zeugnis für den bestandenen Quali und alle Schülerinnen und Schüler der R 9 ihre Abschlusszeugnisse erhalten hatten, erhielten die drei Klassenbesten der R9 und die besten Qualiprüflinge der M 9 Geschenkgutscheine der Stadt Geiselhöring. In der Klasse R 9 waren dies: Florian Baldauf (1,5), Patrick Biebl (1,77) und Nico Meier (1,88). In der Klasse M9 schnitten Julia Ranetbauer (1,66), Sophia Sattler (1,83), sowie Franziska Lindner und Laura Springer mit je (1,88) am besten ab.
Mit zwei weiteren musikalischen Highlights „Secrets", und dem aktuellen WM-Song „Auf uns" von Andreas Bouroni, vorgetragen von Afra und Amira Musa, Theresa Meier und Viola Koch endete der offizielle Teil der Schulentlassfeier 2014 der Mittelschule Geiselhöring. Zum Ausklang der in jeder Hinsicht gelungenen Abschlussfeier lud der Elternbeirat der Grund- und Mittelschule alle Gäste zu einem kleinen Imbiss im Foyer der Labertalhalle ein