Durch Schulfähigkeit zum Schulerfolg!

Info-Abend für die Eltern der künftigen Schulanfänger zur Schulfähigkeit des Kindes Zum gemeinsamen Informationsabend des Kindergartens und der Grundschule am Montagabend konnte Rektor Ludwig Paßreiter alle Eltern der künfti¬gen Schulanfänger in der Aula der Grund- und Mittelschule begrüßen. Als Referenten gaben die Grundschullehrerinnen Margit Candussio und Adelheid Maier, sowie die Leiterin des städtischen Kindergartens Monika Maier und die Erzieherin Silvia Tropp-mann den Eltern nützliche Ratschläge und Informationen zur Beantwortung der Frage „Wann ist ein Kind schulfähig?" an die Hand.

2013/2014

Yvonne Brunner-Dölling, Lehrerinnen Adelheid Maier und Margit Candussio, die Kindergarten¬leiterin Monika Maier, Rektor Ludwig Paßreiter und die Kooperationsbeauftragte des Kindergartens, Sylvia Troppmann

Im ersten Referat legte Rektor Ludwig Paßreiter die rechtlichen Grundlagen über das Einschulungsalter dar. Damit ist für das kommende Schuljahr festgelegt, dass Kinder, die im Zeitraum vom 1.10.2007 bis 30.9.2008 geboren sind, im kommenden Schuljahr regulär schulpflichtig sind. Dazu kommen bereits einmal zurückgestellte Kinder bzw. solche Kinder, die nach dem 1.10.2007 geboren wurden und deren Eltern einen Antrag auf Einschulung gestellt haben. Grundsätzlich entscheidet der Schulleiter über die Aufnahme in eine öffentliche Schule. „Natürlich werde ich diese Entscheidung nur zusammen mit meinen Beratungslehrern und unter Einbeziehung evtl. vorhandener Gutachten treffen", wobei er die Kooperations-beauftragte Schule-Kindergarten für alle Grundschulen im Schulamtsbereich, Yvonne Brunner-Dölling den Eltern vorstellte.
Wann ist ein Kind schulfähig?
Als zukünftige Erstklasslehrerinnen gaben nun Margit Candussio und Adelheid Maier den Eltern wichtige Entscheidungshilfen und Beurteilungskriterien über die Schulfähigkeit ihres Kindes an die Hand. Dabei bezogen sie sich vor allem auf die geistigen und körperlichen Voraussetzungen zur Schulfähigkeit. Für die Eltern brachten sie die Antwort auf diese Frage auf den einfachen Nenner: „Schulfähig ist das Kind dann, wenn sie ihm zutrauen, den Alltag in der Schule zu bewältigen und zu bestehen." Eine wichtige Voraussetzung für den Schulerfolg sei das uneingeschränkte Seh- und Hörvermögen, da es in engem Zusammenhang mit den Lese- und Schreibleistungen stehe. Als weiteres Entscheidungsmerkmal nannten die Referentinnen die sprachliche Entwicklung des Kindes. Die Ausprägung der Grob- und Feinmotorik, ein bestimmtes Maß an Neugier, Wahrnehmung, Merk- und Konzentrationsfähigkeit seien weitere wichtige Indizien der Schulfähigkeit. Dabei warnten sie aber vor übertriebener Ängstlichkeit bei evtl. vorhandenen Defiziten. Viel mehr legten sie den Eltern ans Herz: „Hel¬fen sie mit, dass ihr Kind Freude am Lernen findet und gern in die Schule geht!"
Auf Kindergarten aufbauen
Die Sozialkompetenz sei ein drittes wichtiges Indiz der Schulfähigkeit, berichteten die beiden Lehrerinnen aus ihrer langjährigen Erfahrung als Erstklasslehrerinnen. Da das Kind mit der Einschulung Mitglied in einem neuen sozialen Netz werde, müsse es auch seinen Platz in die¬ser neuen sozialen Umgebung finden. Um dies zu schaffen, solle es auf die im Kindergarten erworbenen Basiskompetenzen wie Selbstkontrolle, Selbstständigkeit, Kooperation und Fähigkeit zur Konfliktlösung aufbauen aber auch ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln können, bestärkten sie die Eltern in ihren Bemühungen in ihrer täglichen Erziehungsarbeit. „Ein selbstbewusstes Kind zeigt keine unangemessene Ängstlichkeit, kann seine Gefühle zum Ausdruck bringen, vertritt seine Meinung und erträgt die Ablehnung von Wünschen". Abschließend baten Margit Candussio und Adelheid Maier die Eltern: „Nehmen sie keinen Unterricht vorweg, sondern trainieren sie mit dem Kind einfache Formen zum Erlangen der Selbstständigkeit wie allein anziehen können, auf Ordnung am Arbeitsplatz achten und Ausdauer bei den begonnen Tätigkeiten zeigen."
Elterninformationsbogen
Im dritten Referat des Info-Abends begründete die Kindergartenleiterin Monika Maier die Notwendigkeit und die Bedeutung der Kooperation von Kindergarten und Schule. Mit dem seit dem Schuljahr 2008/2009 Bayern weit einheitlich eingeführten Elterninformationsbogen erhalte die Schule wichtige Informationen über das Kind. Dieser Bogen werde bei einem Elterngespräch von den Eltern mit den Erzieherinnen gemeinsam ausgefüllt. Er informiere die aufnehmende Schule über die Stärken bzw. die Schwächen des Kindes und ermögliche es der Lehrkraft, vom ersten Schultag an besser auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes eingehen zu können. Die Abgabe bei der Schuleinschreibung beruhe zwar auf freiwilliger Basis, so die Kindergartenleiterin, bringe aber nur Vorteile für das Kind.
Den Abschluss des Info-Abends bildeten die Ausführungen der Kooperationsbeauftragten des Kindergartens Silvia Troppmann . Sie berichtete über die bereits durchgeführten oder in den nächsten Monaten geplanten Aktionen zur intensiven Vorbereitung der zukünftigen Schul¬anfänger. Nach dem im Dezember erfolgten ersten Besuch im Schulhaus ist im Mai ein offizieller Schulhausbesuch mit einer Schulhausrallye vorgesehen. Mit kleinen Aufgaben sollen die Kinder die Örtlichkeiten im Schulgebäude kennen lernen. In einer weiteren Aktion im Juni dürfen die Vorschulkinder dann bei ihrer zukünftigen Lehrerin einen Schulvormittag ver¬bringen. Abschließend seien noch ein Gegenbesuch der Lehrerin im Kindergarten und ein Elternabend eingeplant.
Nun hatten die Eltern Gelegenheit Fragen zu stellen. Verständlicherweise kam dabei als erste Frage: „Wie viele erste Klassen werden es im neuen Schuljahr?" Rektor Paßreiter konnte dabei nur die Auskunft geben, dass man momentan mit 59 Schulanfänger planen könne. Er rechne aber damit, dass sich diese Zahl zur Schuleinschreibung am 9.4.2014 durch Zurückstellun¬gen verringern werde. Auf seine Frage an die anwesenden Eltern, wer sich für eine gebundene Ganztagsklasse entscheiden würde, meldeten sich vier Erziehungsberechtigte. Abschließend bedankte sich Rektor Paßreiter bei der Leiterin des Städtischen Kindergartens, Monika Meier, aber auch bei Erzieherin Silvia Troppmann für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den beiden Einrichtungen. Sein Dank galt außerdem den beiden Referentinnen der Grundschule, Adelheid Maier und Margit Candussio, für ihre sehr interessanten und fachkundigen Ausführungen.