Über die richtige Schule zum erfolgreichen Abschluss

Infoabend über „Bildungswege in Bayern“ für die Eltern der Viertklässler

2014/2015

) Rektor Ludwig Paßreiter konnte am Donnerstagabend zahlreiche Eltern der Viertklässler aus den Grundschulen Geiselhöring und Perkam zum Informationsabend über die schulischen Möglichkeiten nach der 4. Jahrgangsstufe begrüßen. Als Referenten über dieses wichtige Thema stellte er den anwesenden Eltern die Beratungslehrerin der Nardini Realschule Mallersdorf, Renate Neumer, und den Beratungslehrer vom Burkhart Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg, Werner Schmauser. vor.

Viele Möglichkeiten durch die Mittelschule
Rektor Ludwig Paßreiter gab den Eltern zu Beginn seiner Ausführungen eine Reihe nützli¬cher Entscheidungshilfen an die Hand. Dabei sei gerade das Gespräch mit dem Klassenlehrer unumgänglich, da er ja das Kind schon seit der 3. Klasse betreue. Die objektive und realisti-sche Einschätzung von Begabung, Lernbereitschaft und körperlicher Verfassung, aber auch die Einbeziehung der Gegebenheiten im Elternhaus sind, so Paßreiter, unabdingbare Voraussetzungen, den richtigen Bildungsweg für das Kind zu finden. Anschlie¬ßend stellte der Schulleiter der Mittelschule den Eltern die vielfältigen Möglichkeiten des bayerischen Schulsystems und seine vielen Wege mit einer engen Verflechtung untereinander vor. Der richtige Weg für den Schüler sei eindeutig der, welcher für ihn zu einem erfolgrei¬chen Abschluss führe, so die einfache Feststellung von Rektor Paßreiter. ehe er nach grund-sätzlichen Informationen über die eigene Schule auf die Zugangsvoraussetzungen in die M 7 einging. Diese hätten sich in so weit gelockert, dass Schüler jetzt mit dem Jahreszeugnis die Übertrittsbedingungen von 2,66 nach¬holen könnten oder sich einer Aufnahmeprüfung im August oder September unterziehen müssten. Einen großen Teil seiner Ausführungen nahmen die Vorteile der Mittelschule für den praktisch begabten Schüler ein. Industrie und Handwerk haben die Ausbildung in den M-Klassen voll anerkannt und su¬chen nun verstärkt Schulabgänger aus dieser Schulart. Der letzte Teil seiner Ausführungen verdeutlichte den Zuhörern die Vielfalt der Möglichkeiten, mit einem er¬folgreichen Quali, dem Quabi oder über das neue schulische Angebot in Ulrich Schmidl „9+2" die Mittlere Reife zu erreichen. Nach Paßreiters Aussage sei es statistisch erwiesen, dass mindestens 43 % der Studenten an Hochschulen nicht vom Gymnasium, sondern über den beruflichen Bildungsweg kommen.

Verbindung von Theorie und Praxis
Im zweiten Referat erfuhren die Eltern von der Beratungslehrerin der Nardini Realschule Mallers¬dorf, Renate Neumer, für welche Kinder die Realschule die richtige Schule sei. Er-höhte Lernbereitschaft sei eine der Hauptbedingungen, um die Ziele der Realschule – erwei-terte Allgemeinbildung und enge Verbindung von Theorie und Praxis - erreichen zu können. Das Bildungsangebot der Realschule richte sich an junge Menschen, die an theoretischen Fra-gen interessiert sind und gleichzeitig praktische Fähigkeiten und Neigungen haben. Abhängig von der persönlichen Entscheidung stehen den Kindern an der Realschule ab der 7. Klasse vier verschiedene Fachrichtungen offen. In ihrer Power-Point-Präsentation zeigte sie auf, welche Fachrichtungen in den ortsnahen Realschulen Straubings, Mallersdorf und Aiterhofen angeboten werden. Die Realschulen in Mallersdorf und Aiterhofen biete ihren Schülern die Bereiche Wirtschaftswissenschaften, Sprachen und Gestalten an, nicht aber den Bereich Mathematik – Naturwissenschaften an. Die Jakob Sandner Realschule und die Realschule der Ursulinnen bieten alle Fachrichtungen an. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Realschule stehen den Schulabgängern die verschiedensten Wege offen. Neben dem sofortigen Berufs-eintritt, seien der Übergang zu einer weiter führenden Schule z. B. Fachschule bzw. Fachakademie, später in die Fach¬oberschule oder Berufsoberschule offen. Sogar das Wechseln in ein Gymnasium bei heraus ragenden Leistungen und Aneignung einer zweiten Fremdsprache sei möglich. Abschließend ging Beratungslehrerin Neumer auf die rechtlichen Bestimmungen zum Übertritt an die Realschule ein, wobei sie auch die an der Nardini- Realschule bereits feststehenden Termine für Anmeldung (11.- 15. Mai 2015) und Probeunterricht (19. bis 21.Mai 2015) bekannt gab.
Gute Schüler gehören ans Gymnasium
Mit dem eindringlichen Appell, den Notenschnitt von 2,33 nicht überzubewerten und ihn auf keinen Fall mit unterstützenden Nachhilfestunden erreichen zu wollen, begann Werner Schmauser, Bera¬tungslehrer vom Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg, seine Ausführungen. Deshalb sei seiner Meinung nach auch die objektive Einschätzung der Leistungswilligkeit und -fähigkeit des eigenen Kindes eine gute Entscheidungshilfe. Insbesondere die Fähigkeit, Transferaufgaben selbstständig bewältigen zu können, werde am Gymnasium deshalb verlangt, weil ein Gymnasiast in erster Linie auf das Hochschulstudium vorbereitet werden solle. Wenn das Kind sowohl in Deutsch wie auch in Mathematik die Note 2 im Jahreszeugnis der 4. Klasse stehen habe und außerdem noch ein ausreichendes Maß an Durchhaltevermögen, logischem Denkvermögen und Selbstständigkeit besitze, gehöre es aufs Gymnasium", lautete die eindeutige Aussage von Schmauser. Vor der endgültigen Entscheidung können der von jedem Gymnasium angebotene Tag der offe¬nen Tür wertvolle Weichenstellungen bieten. In seinen weiteren Ausführungen ging Werner Schmauser auf die spe¬ziellen Angebote am Burkhart-Gymnasium ein, wobei er besonders die Angebote der sprachlichen und musikalischen Förderung hervorhob. Abschließend nannte er den Eltern das regionale Angebot an Gymnasien und die Termine der Einschreibung 11. - 15.5. 2015 und des Probeunterrichts (19.- 21.5.2015).
Nachdem die Eltern, die Möglichkeit hatten, spezielle Fragen an die Referenten richten zu können, schloss der Hausherr, Rektor Ludwig Paßreiter, mit dem Rat an die Eltern „Suchen sie ge¬meinsam mit ihrem Kind nach dem schulischen Weg, der zum Erfolg führt"den offiziellen Teil der Informationsveranstaltung, lud sie aber gleichzeitig dazu ein, sich am Infostand mit den aufliegenden Informationsschriften der verschiedenen Schularten einzudecken.