Der Vogelfänger fing sie alle – ob Erst- oder Sechstklässler.

„Die Kinder des Olymp" gastierten an der Grund- und Mittelschuleschule

2014/2015

Gerade weil in der Gegenwart die klassische Musik im Allgemeinen nicht mehr den alltäglichen akustischen Lebenshintergrund bildet, organisierte die Lehramtsanwärterin an der Grundschule, Franziska Waas, zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Musikrichtung am Donnerstag- und Freitagvormittag einen Musikworkshop, um die Schüler sowohl der Grundschulklassen, wie auch der Orientierungsstufe die klassische Musik etwas näher zu bringen. Sowohl mit der Auswahl der Oper „Die Zauberflöte" als auch mit der Verpflichtung des österreichischen Ensembles „Die Kinder des Olymp" hatte sie dabei eine gute Wahl getroffen. Auch viele Eltern konnten sich an beiden Tagen von der Aufnahme- und Begeisterungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler aus den unterschiedlichen Altersstufen überzeugen. Die Zauberflöte, 1791 im in Wien uraufgeführt, deren Text von Emanuel Schikaneder stammt und deren Musik Wolfgang Amadeus Mozart komponierte, zählt zu den weltweit bekanntesten und am häufigsten inszenierten Opern. Ihre Arien, zu denen unter anderem „Der Vogelfänger bin ich ja" oder „Dies Bildnis ist bezaubernd schön" zählen, sind auch vielen vertraut, die die Oper noch nie gesehen haben. Die beiden Solisten des Wiener Musiktheaters, Johannes Föttinger und Claudia Fenn, inszenierten die Oper in einer gerade für jugendliche Zuschauer leicht zugänglichen Art und Weise. Dabei blieb es nicht beim bloßen Vorsingen, vielmehr wurden die jungen Zuschauer in das Geschehen integriert und mischten aktiv mit. Sie traten im Stück als Schlange, als Elfen oder tanzendes Volk auf. Aber auch gesanglich wurden alle Schüler mit in das Geschehen einbezogen, hatten sie doch schon in der Vorbereitung das eine oder andere Lied aus der Oper im Musikunterricht und die Handlung einstudiert. Durch die Einblendungen des Orchesters und den Live-Gesang der beiden Opernsolisten wurden die Kinder auch mit professioneller Theaterarbeit konfrontiert. Mit genau so großer Begeisterung beteiligten sich die Schüler der Grund- und Mittelschulklassen selbst als handelnde Akteure, unterstützt durch ebenso einfache wie auch phantasievoll gestaltete Kostüme und Utensilien. So gaben Sonja als Papageno, Max als Sarastro, Claudia als Pamina, Adriana als Königin der Nacht, Michael als Königssohn Tamino oder Marlene, Carina und Lara als die drei Hofdamen ihr Bestes und ernteten dafür immer wieder tosenden Applaus. Für viele der jungen Zuschauer war diese Aufführung die erste Begegnung mit einer Oper. Gefallen, darüber waren sich alle einig, hat die Aufführung sehr gut.