Bayerisches Schulsystem bietet jedem eine Chance

Informationsabend zur Schullaufbahnberatung nach der 6. Klasse

Zum Informationsabend der 6. Klasse der Mittelschule Geiselhöring am Montagabend konnte Rektor Ludwig Paßreiter den zuständigen Berufsberater der Arbeitsagentur Straubing, Georg Hetzenecker als Referenten, begrüßen. Übereinstimmend bescheinigten Paßreiter und Hetzenecker dem beruflichen Bildungsweg in der Wirtschaft eine stetig steigende Akzeptanz, genau so aber auch viele Chancen für Spätentwickler

2014/2015

Rektor Paßreiter zeigte vor seinen Informationen über den M-Zug in der Mittelschule eine grafische Darstellung über den Aufbau des bayerischen Schulsystems und erläuterte die Umgliederung der Hauptschule Geiselhöring in den Mittelschulverbund Geiselhöring, Leiblfing, Mallersdorf-Pfaffenberg und Rain zu Beginn des Schuljahres 2010/11. Durch den M-Zug habe sich der Charakter der neuen Mittelschule von der reinen Pflichtschule zu einer Angebotsschule verändert, die den Schülern in einem eigenen 4jährigen Bildungsgang die mittlere Reife ermögliche. Als eindeutige Vorteile der Mittelschule nannte er die intensive arbeitspraktische Orientierung ab der 8. Jahrgangsstufe mit Betriebserkundungen und den jeweils vierstündigen Profilbereichen Technik, Wirtschaft und Soziales. Paßreiter sagte abschließend: „Der M-Zug ist der etwas andere Weg zur gleichwertigen Mittleren Reife. Der mittlere Schulabschluss an der Mittelschule weise einen höheren Praxis- und Berufsbezug auf, so dass mit diesem Bildungsweg an der Mittelschule der ideale Kandidat für den qualifizierten Facharbeiter hervorgebracht wird." Abschließend informierte er über den qualifizierenden Hauptschulabschluss und die Möglichkeit und Bedingungen, die mittlere Reife über den Quabi (qualifizierender beruflicher Bildungsabschluss) zu bekommen.
Einstieg in den Beruf
Georg Hetzenecker, der zuständige Berufsberater der Arbeitsagentur im Bereich Straubing, zeigte die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten auf, die man mit dem Erwerb des Qualifizierenden Hauptschulabschlusses oder des Mittleren Bildungsabschlusses der Mittelschule habe. Neben dem direkten Einstieg in die berufliche Ausbildung mit einer zwei- bis dreieinhalbjährigen Ausbildungszeit gebe es auch die Möglichkeit in eine Berufsfachschule einzutreten. Um in eine staatliche Berufsfachschule aufgenommen zu werden, müsse man sich mit dem Jahreszeugnis der 8.Klasse der Mittelschule bewerben. Private Fachschulen stellen meistens keine besonderen Aufnahmebedingungen, dafür verlangen sie aber Schulgeld. Weitere Themenbereiche seiner Ausführungen waren das Berufsgrundschuljahr, auch BGJ genannt, die Fachakademien, wo die Schüler aber zuerst ein zweijähriges Vorpraktikum ableisten müssen. Sehr hohe Anforderungen stelle die FOS. Um den Schulabgängern von der M10 größere Erfolgschancen zu geben, werde diesen seit dem Schuljahr 2012/13 an der FOS in SR der Besuch einer Vorklasse angeboten. Abschließend legte er den Eltern ans Herz, ihre Kinder immer wieder neu zum Lernen zu motivieren und frühzeitig die Angebote der Berufsberatung wahrzunehmen. „Die Chancen für die Berufsanfänger haben sich deutlich verbessert und gerade der berufliche Bildungsweg wird zukünftig einen immer höheren Stellenwert gewinnen", lauteten seine aufmunternden Worte an die um die berufliche Zukunft ihrer Kinder besorgten Eltern.