Übergangsklasse für Asylbewerberkinder

Vierte Übergangsklasse im Schulamt Straubing-Bogen – Vorteile für Schüler und Lehrer

Seit Montag dieser Woche werden an der Grund- und Mittelschule Geiselhöring 14 Kinder von Asylbewerbern in einer eigenen Klasse, einer sog. Übergangsklasse, unterrichtet. Dies ist mittlerweile die vierte Übergangsklasse im Schulamtsbezirk Straubing-Bogen. Während die ersten drei Klassen aus dem eigenen Lehrerbudget versorgt wurden, was natürlich viel Entgegenkommen und große Hilfsbereitschaft der betroffenen Lehrer voraussetzte, wurden für die neue Übergangsklasse in Geiselhöring von der Regierung 14 zusätzliche Stunden genehmigt. Bisher waren die 14 Schüler, die fünf verschiedenen Nationalitäten angehören, in den jeweiligen Klassen der Grundschule unterrichtet. Dieser Zustand war weder für die Schüler noch für die betroffenen Lehrer vorteilhaft. Durch die Zusammenlegung dieser Kinder in einer Übergangsklasse kann wenigstens die mit dem Unterricht beauftragte Lehrerin, Diana Dreyer, ausgebildete Gymnasiallehrerin mit Deutsch als Hauptfach, nach eigener Stundentafel und eigenem Lehrplan unterrichten. Dabei wird sie tatkräftig und mit viel Unterrichtsmaterial von Carmen Jell , Förderlehrerin in der Grundschule, unterstützt. Rektor Ludwig Paßreiter, auf dessen Initiative die Übergangsklasse eingerichtet wurde, dankte den beiden Lehrkräften für ihre Bereitschaft, diese bestimmt nicht leichte Aufgabe übernommen zu haben. Auch wenn neun der momentan 14 Schüler aus Syrien stammen, bleibt die Sprachbarriere das Hauptproblem, wobei die Kinder häufig auch aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammen und teilweise aufgrund schlimmer Erlebnisse auf ihrer Flucht auch traumatisiert sind. Um die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, hat Rektor Paßreiter bereits Kontakt mit einer ortsansässigen Dolmetscherin aufgenommen. Da deren Einsätze natürlich nicht kostenlos sein können, hofft der Schulleiter auf finanzielle Unterstützung durch den Förderverein der Schule, dessen Vorsitzender, Bürgermeister Herbert Lichtinger , zusammen mit Schulamtsdirektor Johannes Müller und Schulrat Herbert Kettler am Mittwochvormittag die Übergangsklasse besuchte. „Unsere Sorge gilt den Kindern", lautete die übereinstimmende Aussage der Verantwortungsträger, „wobei wir die Kinder am meisten bedauern, deren Schicksal es ist, dass sie schlimmsten Falls nach sieben Monaten wieder in ihr Heimatland zurückkehren müssen." Ihr gemeinsamer Dank galt in besonderer Weise den Lehrkräften, die zusätzlich und freiwillig diese große Herausforderung auf sich genommen haben.

2014/2015

Mit Erstaunen registrierten die Vertreter von Schulamt und Schulleitung, in welch kurzer Zeit Lehrerin Diana Dreyer (2. v. l.) die 14 Kinder aus fünf Nationen zu einer unbeschwerten und fröhlichen Klassengemeinschaft geformt hat. V. l. Schulamtsdirektor J