„Mit Kooperation den sportlichen Erfolg vergrößern“

Dritte Sportarbeitsgemeinschaft zwischen Schwimmabteilung des TV und Schule ins Leben gerufen

2015/2016

Für nicht alle Kinder ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sie die Zeit nach einem anstrengenden Schulvormittag zum Spielen in der freien Natur oder zur sportlichen Betätigung in einem Verein nutzen. Oftmals steht Fernsehen oder Spielen am Computer in der Rangliste der Freizeitaktivitäten im vorderen Bereich der Beliebtheitsskala der Kinder und Jugendlichen. Bewegungsmangel, Langeweile und soziale Vereinsamung sind allgemein beklagte Missstände der Gegenwart. Obwohl der Sportunterricht der Schule und die Jugendabteilungen der Sportvereine nach immer neuen Methoden suchen, werden die Klagerufe der Kinderärzte über zu wenig aktiver Bewegung vieler Kinder nicht leiser. Einen neuen Weg zur besseren Koordinierung von Schulsport und den Sportangeboten in den Vereinen gehen die Sportarbeitsgemeinschaften, kurz als SAGs bezeichnet. Diese werden von qualifizierten Übungsleitern bzw. Lehrkräften geleitet und können breiten- oder leistungssportlich orientiert sein. Bisher bestehen zwischen der Schule Geiselhörings und dem örtlichen Turnverein bereits zwei Sportarbeitsgemeinschaften, nämlich in den Sportarten Ringen und Geräteturnen. Als sich Rektor Ludwig Paßreiter mit seinem Anliegen um die Gründung der dritten Sportarbeitsgemeinschaft an die Lehrer Jürgen Schramm und Sonja Fritsch wandte, die zusammen mit Dr. Katrin Beck seit Bestehen der jüngsten Abteilung des Turnvereins Samstag für Samstag jeweils zwei Stunden mit den Kindern im Frei- bzw. Hallenbad trainieren, musste er nicht lange bitten. Sowohl in der Anfänger- wie auch in der Fortgeschrittenengruppe kommen viele Schwimmerinnen und Schwimmer aus den verschiedenen Klassen der Grund- und Mittelschule. So kennt man sich schon gut und auch die Vertrautheit unter einander ist vorhanden. Die Eltern der teilnehmenden Kinder haben die unfallrechtliche Sicherheit, da die SAGs Schulveranstaltungen sind und somit alle beteiligten Kinder und Jugendlichen durch die gesetzliche Schülerunfallversicherung abgesichert sind. Dadurch ist die Zugehörigkeit zu einem Verein aus versicherungstechnischen Gründen nicht mehr unbedingte Voraussetzung, was sich aber oftmals nach einiger Zeit fast von selbst ergibt. Wenn Sonja Fritsch, Jürgen Schramm, Dr. Katrin Beck und Susanne Bründl im Sommer im Freibad und im Winter im Hallenbad an jedem Samstagvormittag vor allem die Ausdauer und natürlich auch die Schwimmtechnik in verschiedenen Schwimmstilen schulen, läuft das immer nach einem festen Plan ab. Fast jede Schwimmtrainingseinheit beginnt mit einer Aufwärmphase, in der im Rahmen einer Schwimmstaffel von jedem einzelnen Teilnehmer etwa fünfzehn Bahnen von je zwanzig Metern Länge ohne Unterbrechung geschwommen werden müssen. Dann folgen die Übungsreihen, in denen Bewegungsabläufe in bestimmten Schwimmstilen trainiert werden oder die Wasserlage des Körpers optimiert wird. Natürlich kommt aber dabei auch der Spaß im Wasser nicht zu kurz. So ist es nicht verwunderlich, dass nicht nur in der Fortgeschrittenengruppe eine ganze Anzahl guter Schwimmer zu finden ist.