Lernen lernen und dabei lachen

2015/2016

Mit der Auswahl des Themas, vor allem aber mit der Auswahl des Referenten haben die Verantwortlichen der beiden Elternbeiräte von Grund- und Mittelschule voll ins Schwar¬ze getroffen. Die alte Turnhalle war am Dienstagabend gerade groß genug, um bestimmt mehr als 250 Eltern, Schülern und Lehrern der Grund- und Mittelschule Platz bieten zu können. Darüber freuten sich die beiden Vorsitzenden, Markus Grahammer von der Grundschule und Dagmar
Duns¬kus von der Mittelschule, natürlich auch Konrektor Markus Winkler von der Schulleitung, ganz be¬sonders. Es gab aber noch einen zweiten Leckerbissen für die Besucher, denn die Eltern-beiräte und viele Helfer hatten im Foyer ein reichhaltiges Büffett vorbereitet, an dem sich jeder Besucher schon vor dem Referat , in des Pause und auch noch nachher bedienen konnte. Die Orga-nisatoren hatten bei der Ankündigung der Veranstaltung nicht zu viel versprochen, denn der ehe-malige Gymnasial¬lehrer, Hobbyzauberer und Jongleur Franz Probst aus Theuern in der Oberpfalz würzte seine Aus¬führungen zum Thema „Lernen – gewusst wie?" mit viel Humor und faszinierte gelegentlich sogar mit Zaubertricks. Er verschaffte den Eltern, Schülern und Lehrern zuerst einmal einen allgemeinen Überblick über äußerst wirksame Lernmethoden und begründete sie zugleich mit den Aufgabenbe¬reichen der beiden menschlichen Gehirnhälften..
Bewegen – dann lernen
Bereits zu Beginn seines rund zweistündigen Vortrags erstaunte er das Publikum mit einem kleinen Trick, der das Zusammenspiel von Essen, Bewegung, Gehirn und geistiger Leistungsfähigkeit zeig-te. Gerade die Verbindung von richtiger Ernährung und viel Bewegung in frischer Luft sind laut Probst eine wichtige Voraussetzung für effektives Lernen. Ein Kind, das sich draußen viel bewege, und sich außerdem richtig ernähre, werde auch geistig leistungsfähiger. So sei nach seinen Worten Jonglieren die beste Vorbereitung auf das Lernen und sportliche Kinder haben einen besseren No-tendurchschnitt, was wissenschaftlich bewiesen sei. Lernen ist nur dann erfolgreich, wenn das Ge-lernte in das Langzeitgedächtnis übergehe. Dabei sei Voraussetzung, dass zwischen rechter und lin-ker Gehirnhälfte eine Verknüpfung mit hoher Lerngeschwindigkeit ähnlich einer DSL-Leitung beim Datentransport ermöglicht werde. Das assoziative Lernen und auch das Lernen über Emotio¬nen steigere bei geringerem Aufwand die Lerneffizienz. Das alles servierte Franz Probst den Zuhö¬rern mit einem Schuss Magie, vor allem aber mit vielen Anregungen zu körperlicher Bewegung, was bei den Zuhörern, gleich ob Kinder oder Erwachsenen besonders gut ankam. „Für Lernen gelte das Gleiche wie für das Essen, versicherte Probst: „Wenn man's schön anrichtet und abwechslungs¬reich gestaltet,dann schmeckts einfach auch besser."
Die Zuhöhrer dankten dem Referenten am Schluss mit einem lang anhaltenden Applaus, die beiden Elternbeiratsvorsitzenden, Markus Grahammer und Dagmar Dunskus, mit einem kleinen Präsent.

2015/2016