Entscheidend ist der erfolgreiche Schulabschluss

2015/2016

Infoabend über „Bildungswege in Bayern" für die Eltern der Viertklässler

Rektor Ludwig Paßreiter konnte am Donnerstagabend zahlreiche Eltern der Viertklässler aus den Grundschulen Geiselhöring und Perkam zum Informationsabend über die schulischen Möglichkeiten nach der 4. Jahrgangsstufe begrüßen. Als Referenten über dieses wichtige Thema stellte er den anwesenden Eltern die Schulleiterin der Nardini Realschule Mallersdorf, Schwester Romana Zistler und den Beratungslehrer vom Burkhart Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg, Studienrat Werner Schmauser vor.
Durch die Mittelschule zum mittleren Bildungsabschluss
Rektor Ludwig Paßreiter gab den Eltern zu Beginn seiner Ausführungen eine Reihe nützli¬cher Entscheidungshilfen an die Hand. Dabei sei gerade das Gespräch mit dem Klassenlehrer unum-gänglich, da er ja das Kind schon seit Anfang der 3. Klasse betreue. Die objektive und realisti¬sche Einschätzung von Begabung, Lernbereitschaft, körperlicher Verfassung und seelischer Grundstim-mung und die Einbeziehung der Gegebenheiten im Elternhaus sind, so Paßreiter, unabdingbare Voraussetzungen, den richtigen Bildungsweg für das Kind zu finden. Anschlie¬ßend stellte der Schulleiter der Grund- und Mittelschule den Eltern die vielfältigen Möglichkeiten des bayerischen Schulsystems und seine vielen Wege mit einer engen Verflechtung untereinander vor. Der richti¬ge Weg für den Schüler ist eindeutig der, welcher für ihn zu einem erfolgrei¬chen Abschluss führt, so die einfache Feststellung von Rektor Paßreiter. ehe er nach grund¬sätzlichen Informationen über die eigene Schule auf die Zugangsvoraussetzungen in die M 7 einging. Diese hätten sich in so weit gelockert, dass Schüler, die im Zwischenzeugnis der 6. Klasse noch nicht den Schnitt von 2,66 erreicht haben, dies auch noch im Jahreszeugnis nach¬holen könnten oder sich einer Aufnah-meprüfung kurz vor Schulbeginn unterziehen müssten. Da für die M-Klassen ein eigenständiger Lehrplan gelte, werde von den Schülern vor allen Dingen größere Selbst¬ständigkeit und Eigenver-antwortung im eigenen Lernverhalten gefordert. Einen großen Teil seiner Ausführungen nahmen die Vorteile der Mittelschule für den praktisch begabten Schüler ein. Industrie und Handwerk ha-ben die Ausbildung in den M-Klassen voll anerkannt und su¬chen nun verstärkt Schulabgänger aus dieser Schulart. Der letzte Teil seiner Ausführungen verdeutlichte den Zuhörern die Vielfalt der Möglichkeiten und Abschlüsse, die mit einem er¬folgreichen Quali oder Quabi zu erreichen seien. Es sei statistisch erwiesen, so Paßreiter, dass 43 % der Studenten an Hochschulen nicht vom Gym-nasium, sondern über den beruflichen Bildungsweg kommen.

Theorie und Praxis eng verbunden
Im zweiten Referat erfuhren die Eltern von der Schulleiterin der Nardini Realschule Mallers¬dorf, SR. M. Romana Zistler, für welche Kinder die Realschule die richtige Schule sei. Er¬höhte Lern-bereitschaft sei eine der Hauptbedingungen, um die Ziele der Realschule – erwei¬terte Allgemein-bildung und enge Verbindung von Theorie und Praxis - erreichen zu können. Das Bildungsange-bot der Realschule richte sich an junge Menschen, die an theoretischen Fra¬gen interessiert sind und gleichzeitig praktische Fähigkeiten und Neigungen haben. Abhängig von der persönlichen Entscheidung stehen den Kindern an der Realschule ab der 7. Klasse vier verschiedene Fachrich-tungen offen. Die Realschule in Mallersdorf biete ihren Schülern die Bereiche Wirtschaftswis-senschaften, Sprachen und Gestalten an, nicht aber den Bereich Mathematik – Naturwissenschaf-ten an. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Realschule stehen den Schulabgängern die ver-schiedensten Wege offen. Neben dem sofortigen Berufs-eintritt, seien der Übergang zu einer wei-ter führenden Schule z. B. Fachschule bzw. Fachakademie, später in die Fach¬oberschule oder Berufsoberschule offen. Sogar das Wechseln in ein Gymnasium bei heraus ragenden Leistungen und Aneignung einer zweiten Fremdsprache sei möglich. Abschließend gab Schwester Romana die rechtlichen Bestimmungen zum Übertritt an die Real¬schule und die bereits feststehenden Termine bekannt.

Gute Schüler gehören ans Gymnasium
Mit dem eindringlichen Appell, den Notenschnitt von 2,33 auf keinen Fall mit unterstützenden Nachhilfestunden erreichen zu wollen, begann Studienrat und Bera¬tungslehrer Werner Schmauser vom Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg seine Ausführungen. Deshalb sei seiner Mei-nung nach auch die wichtigste Eigenschaft eines für das Gymnasium geeigneten Schülers ein ho-hes Maß an Wissensbegierde, insbesondere aber die Fähigkeit, Transferaufgaben selbstständig be-wältigen zu können. „Wenn das Kind sowohl in Deutsch wie auch in Mathematik die Note 2 im Jahreszeugnis der 4. Klasse stehen hat und außerdem noch ein ausreichendes Maß an Durchhalte-vermögen, logischem Denkvermögen und Selbstständigkeit besitzt, gehört es aufs Gymnasium", lautete die eindeutige Aussage von Schmauser. Ein erkennbares Selbstbewusstsein sei eine weite¬re po¬sitive Grundeigenschaft für ein erfolgreiches Durchlaufen des Gymnasiums. In jedem Fall sollten Schüler und Eltern als klares Ziel das spätere Studium ins Auge fassen. Vor der endgülti-gen Entscheidung können der von jedem Gymnasium angebotene Tag der offe¬nen Tür wertvolle Weichenstellungen bieten. In seinen weiteren Ausführungen ging Studienrat Werner Schmauser auf die spe¬ziellen Angebote am Burkhart-Gymnasium ein, wobei er besonders die Angebote der sprachlichen und musikalischen Förderung hervorhob. Abschließend nannte er den Eltern die un-terschiedlichen Angebote der regionalen Gymnasien.
Nach der Möglichkeit der Eltern, spezielle Fragen an die Referenten richten zu können, schloss der Hausherr, Rektor Ludwig Paßreiter, mit dem Rat an die Eltern „Suchen sie ge¬meinsam mit ihrem Kind nach dem schulischen Weg, der zum Erfolg führt"den offiziellen Teil der Informa-tionsveranstaltung, lud sie aber gleichzeitig dazu ein, sich am Infostand mit den aufliegenden In-formationsschriften der verschiedenen Schularten einzudecken.