Mithelfen, damit sich das Kind auf die Schule freut!

2015/2016

Zum gemeinsamen Informationsabend des Kindergartens und der Grundschule am Montagabend konnte Rektor Ludwig Paßreiter alle Eltern der künftigen Schulanfänger in der Aula der Grund- und Mittelschule begrüßen. Als Referenten gaben die Grundschullehrerinnen Margit Candussio und Anna Mittermeier, Claudia Wittmann vom MSD, sowie die Leiterin des städtischen Kindergartens Monika Maier und die Kooperationsbeauftragte des KG, Erzieherin Silvia Troppmann, den Eltern nützliche Ratschläge und Informationen zur Beantwortung der Frage „Wann ist ein Kind schulfähig?" an die Hand.

Nach der Begrüßung der zahlreich anwesenden Eltern legte Rektor Ludwig Paßreiter die rechtlichen Grundlagen über das Einschulungsalter dar. Im kommenden Schuljahr sind Kinder, die im Zeitraum vom 1.10.2009 bis 30.9.2010 geboren sind, regulär schulpflichtig. Dazu kommen bereits einmal zurückgestellte Kinder bzw. solche Kinder, deren Eltern einen Antrag auf Einschulung gestellt haben. Grundsätzlich entscheidet der Schulleiter über die Aufnahme in eine öffentliche Schule. „Natürlich werde ich diese Entscheidung nur zusammen mit meinen Beratungslehrern und unter Einbeziehung evtl. vorhandener Gutachten treffen",versicherte Paßreiter den Eltern.
Wann ist ein Kind schulfähig?
Als erfahrene Erstklasslehrerinnen gaben nun Margit Candussio und Anna Mittermeier den Eltern wichtige Entscheidungshilfen und Beurteilungskriterien über die Schulfähigkeit ihres Kindes an die Hand. Dabei bezogen sie sich vor allem auf die geistigen und körperlichen Voraussetzungen zur Schulfähigkeit. Für die Eltern brachten sie die Antwort auf diese Frage auf den einfachen Nenner: „Schulfähig ist das Kind dann, wenn Sie ihm zutrauen, den Alltag in der Schule zu bewältigen und zu bestehen." Eine wichtige Voraussetzung für den Schulerfolg sei das uneingeschränkte Seh- und Hörvermögen, da es in engem Zusammenhang mit den Lese- und Schreibleistungen stehe. Als weiteres Entscheidungsmerkmal nannten die Referentinnen die sprachliche Entwicklung des Kindes. Die Ausprägung der Grob- und Feinmotorik, ein bestimmtes Maß an Neugier, sowie die Merk- und Konzentrationsfähigkeit seien weitere wichtige Indizien der Schulfähigkeit. Dabei warnten sie aber vor übertriebener Ängstlichkeit bei evtl. vorhandenen Defiziten. Viel mehr legten sie den Eltern ans Herz: „Helfen Sie mit, dass Ihr Kind Freude am Lernen findet und gern in die Schule geht!"

Neue Umgebung
Die Sozialkompetenz sei ein drittes wichtiges Indiz der Schulfähigkeit, berichteten die beiden Lehrerinnen aus ihrer langjährigen Erfahrung als Erstklasslehrerinnen. Mit dem ersten Schultag müsse das Kind seinen Platz in dieser neuen sozialen Umgebung finden. Um dies zu schaffen, solle es auf die im Kindergarten erworbenen Basiskompetenzen wie Selbstkontrolle, Selbstständigkeit, Kooperation und Fähigkeit zur Konfliktlösung aufbauen aber auch ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln können, bestärkten sie die Eltern in ihren Bemühungen in ihrer täglichen Erziehungsarbeit. Eindringlich baten beide Lehrerinnen die Eltern: „Nehmen Sie keinen Unterricht vorweg, sondern trainieren Sie mit dem Kind einfache Formen der Selbstständigkeit, Ordnung am Arbeitsplatz zu halten und Ausdauer bei den begonnenen Tätigkeiten zu zeigen."
Nun hatte Claudia Wittmann vom Mobilen Sonderpädagogischen Dienst (MSD) des Förderzentrums in Mallersdorf Gelegenheit zur Darstellung ihrer Tätigkeit an drei Tagen an der Geiselhöringer Schule in den drei Kooperationsklassen und im Kindergarten. Darüber hinaus könne sie von Eltern oder Lehrern zur Behebung festgestellter Defizite um Rat gefragt werden. Nach ihrer Aussage sei Zurückstellung alleine wenig hilfreich, weitaus besser für Kinder mit vorhandenen Defiziten wären die Nutzung von angebotenen Fördermöglichkeiten oder die Anmeldung in einer Schulvorbereitenden Einrichtung, wie sie in Grafentraubach bestehe.
Elterninformationsbogen
Im vierten Referat des Info-Abends begründete die Kindergartenleiterin Monika Maier die Bedeutung des Elterninformationsbogens. Dieser werde bei einem Elterngespräch von den Eltern mit den Erzieherinnen gemeinsam ausgefüllt. Er informiere die aufnehmende Schule über die Stärken bzw. die Schwächen des Kindes und ermögliche es der Lehrkraft, vom ersten Schultag an besser auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes eingehen zu können. Die Abgabe bei der Schuleinschreibung beruhe zwar auf freiwilliger Basis, so die Kindergartenleiterin, bringe aber nur Vorteile für das Kind.
Den Abschluss des Info-Abends bildeten die Ausführungen der Kooperationsbeauftragten des Kindergartens Silvia Troppmann . So sei Mitte Mai ein offizieller Schulhausbesuch mit einer Schulhausrallye vorgesehen. In einer weiteren Aktion im Juni dürfen die Vorschulkinder dann bei ihrer zukünftigen Lehrerin einen Schulvormittag verbringen. Abschließend seien noch ein Gegenbesuch der Lehrerin im Kindergarten und ein Elternabend eingeplant.
13.4. Schuleinschreibung
Da von den Eltern weiter keine Fragen gestellt wurden, erinnerte Konrektor Markus Winkler die Eltern an den 13.4. als Termin für die Einschulung. Er bedankte sich bei der Leiterin des Städtischen Kindergartens, Monika Meier, aber auch bei Erzieherin Silvia Troppmann für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den beiden Einrichtungen. Sein Dank galt außerdem den drei Referentinnen der Grundschule bzw. vom MSD, Anna Mittermeier und Margit Candussio, sowie Claudia Wittmann, der Lehrerin des MSD, für ihre sehr interessanten und fachkundigen Ausführungen.