Voll Power ohne Drogen und Alkohol

2015/2016

Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse erlebten an den ersten beiden Tagen dieser Schulwoche zwei informative Projekttage mit dem Ziel der Drogenprävention. Dazu hatte die Sozialpädagogin der Schule, Maria Leib, ihre beiden Berufskolleginnen von der Fachstelle für Suchtprävention am Landratsamt in Straubing, Verena Schmalhofer und Alexandra Jehle, geordert. Beide sind Expertinnen und sind an vielen Tagen des Jahres in den Landkreisschulen aller Schultypen unterwegs, um den Schülerinnen und Schülern ab dem Jugendalter in je zweimal vier Unterrichtsstunden ein ausreichendes Basiswissen über Suchtmittel und Erkennungsmerkmale von Suchten zu vermitteln. Dabei möchten sie den Jugendlichen von Anfang an klar machen, dass jede Sucht zuerst einmal im Genießen beginne. Allen Menschen, ob groß oder klein, ist die Tendenz gemeinsam, sich mit Hilfe von Mitteln - seien es Süßigkeiten, Alkohol oder Fernsehen / Computer usw. - Wohlbefinden zu verschaffen und so auch unangenehmen Situationen wie etwa Langeweile, Unzufriedenheit oder Frust auszuweichen. Genau so sei es aber auch Tatsache, dass aktuell jährlich in Deutschland 110.000 Menschen an den Folgen von Nikotinmissbrauch, 174.000 Menschen an den Folgen von Alkoholmissbrauch und 110.000 Menschen durch Missbrauch der verschiedensten Suchtmittel sterben. In wechselnden Kleingruppen wurde den Schülern unter anderem verdeutlicht, dass ein Raucher, der sich täglich eine Schachtel Zigaretten genehmigt, am Jahresschluss mehr als 1500 € ausgegeben hat. Auf die Frage „Was würdest du dir von diesem Geld kaufen?" erfolgten spontane Antworten wie: „Ich würde mir damit ein Pferd kaufen." oder „Da könnten wir ja eine ganze Woche in Urlaub fahren!" Nach übereinstimmender Aussage beider Sozialpädagoginnen gehe es ihnen in erster Linie darum, in den Jugendlichen eine Steigerung ihrer Selbstkompetenz zu erreichen. Mit anschaulichen und eindrucksvollen Präsentationsmedien wie der Lebenstank versuchte das Team der Suchtprävention vom Gesundheitsamt den Schülern die Vorteile einer gesunden Lebensführung, aber auch die Risiken des Alkohol-, Nikotin- und Drogenmissbrauchs nahezubringen. Am Schluss der beiden Projekttage lautete der Wunsch aller Beteiligten: „Es wäre ein schöner Erfolg, wenn es uns gelungen wäre, den Großteil unserer Schüler so stark zu machen und ihr Selbstwertgefühl so aufzubauen, dass sie auf Drogen jeder Art verzichten könnten."