Adelheid Maier und Irmingard Stern von Schulfamilie verabschiedet

2015/2016

Schulleitung, Bürgermeister und Schüler sagten Danke
Mit den Lehrerinnen Adelheid Maier und Irmingard Stern wurden am Mittwochvormittag zwei sehr engagierte und beliebte Lehrerinnen der Grund- und Mittelschule Geiselhöring in den Ruhestand verabschiedet. Im Rahmen einer Feier in der Schulaula, zu der viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen gekommen waren, wurden das Wirken und die Persönlichkeit der Pädagoginnen entsprechend gewürdigt. Für ein unterhaltsames Rahmen-programm sorgten verschiedene Schulklassen der Grund- und Mittelschule, das Instrumental-Duo Dietmar Englbrecht und Bernhard Nußer und der Lehrerchor.

Mit schwungvollen Musikstücken leitete das Instrumental-Duo Bernhard Nusser (Saxophon) und Dietmar Englbrecht (Klavier) die Abschiedsfeier in der Schulaula für die zwei scheidenden Pädagoginnen ein. Im Lied, dessen Text die beiden selbst kreiert hatten, gingen sie der Frage nach „Was braucht ma denn im Ruhestand?" und gaben den Kolleginnen für den bevorstehenden neuen Lebensabschnitt gute Ratschläge mit. Konrektor Markus Winkler, der die Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste vornahm, verwendete die Zeile eines Gedichts von Hermann Hesse „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" als Leitsatz seiner persönlichen Glückwunsche für die bevorstehende Pension der beiden Kolleginnen. Im Namen der Stadt bedankte sich 3. Bürgermeister Helmut Prebeck bei den Abschiednehmenden, dass sie über Jahrzehnte hinweg ihr persönliches Engagment eingebracht haben und dadurch den Kindern nicht nur eine Lehrerin, sondern auch eine vertraute Person geworden sind. „Da dies sicher oft mit großer Kraftanstrengung und viel Energie verbunden war, sind sie heute bestimmt auch ein wenig froh, wenn sie in Zukunft mehr Zeit für sich selber haben", lautete seine Überleitung zu den persönlichen Wünschen für die bevorstehende Zeit der Pension.
Adelheid Maier 28 Jahre
„Mit dir, liebe Heidi, verlieren nicht nur unser Kollegium und ich, sondern die gesamte Schullandschaft eine allseits geschätzte und beliebte Kollegin, die mit ihrer positiven Einstellung zum Beruf das fachliche und pädagogische Gehäuse der Eingangsstufe trug und formte," würdigte Rektor Ludwig Paßreiter das pädagogische Wirken von Lehrerin Adelheid Maier. 1988 war die Maier Heidi als Lehrerin von der Volksschule Laberweinting an die Grundschule Geiselhöring gekommen und unterrichtete ständig die Anfangsklassen der Grundschule. Mit einer Mischung aus einfühlsamer Mütterlichkeit und gezielt eingesetzter Strenge sei es ihr gelungen, den Schulanfängern die ersten Schritte im neuen Lebensabschnitt zu erleichtern. Darüber hinaus habe sie sich mit großem Geschick und persönlichem Engagement in die Schulhausgestaltung und in die Schulgartenbetreuung eingebracht. Die Kinder der 1c deckten in ihrem selbst verfassten Mundartgedichten alle Stärken und Schwächen ihrer Lehrerin auf und stellten schließlich fest: „Ohne di wird's Schuljahr nur halb so schö!"
Nun war die Reihe an Adelheid Maier selbst, an das Rednerpult zu treten. In ihrer zum Nachdenken anregenden Geschichte erläuterte sie die eigentliche Aufgabe des Lehrers: „Wir verkaufen keine reifen Früchte, sondern nur die Samen dafür." In humorvollen Worten schilderte sie den Zuhörern einige persönliche Erlebnisse aus ihrer Junglehrerzeit in Laberweinting. Ihr Dank galt den Rektoren Ludwig Paßreiter, Ludwig Eisenschenk, Konrektor Markus Winkler sowie allen Kolleginnen und Kollegen der GS für die vertrauensvolle Unterstützung und kollegiale Zusammenarbeit. Die Klassen 4a und 4b , die sie vor vier Jahren noch eingeschult hatte, wollten ihr mit einem selbst gedichteten „Boarischen" den Eintritt in den Ruhestand ein wenig erleichtern: „ Frau Maier, Frau Maier, für di is d'Schui jetzt immer aus, du bleibst ab heit zu Haus. Ja dös is schö. Juchhe!" Als letzte sagten Schüler der 2a mit einem Akrostichon „Danke schön".
Irmingard Stern 26 Jahre
Von Irmingard Stern wusste Rektor Ludwig Paßreiter, dass sie 1973 ihre pädagogische Laufbahn als LAA an der Volksschule in Laberweinting begonnen hatte. Nach ihrer 2. Lehramtsprüfung wurde sie für einige Jahre an der Sondervolksschule in Kehlheim gebraucht. Über Bayerbach kehrte sie wieder an die Grundschule zurück, ehe sie dann von 1984 an über 17 Jahre an der Grundschule in Geiselhöring eingesetzt war. Nach einer sechsjährigen Lehrertätigkeit an der Volksschule in Alburg folgte 2007 ihre „2. Geiselhöringer Phase", wo sie immer in der 5. und 6. Jahrgangsstufe unterrichtete. Rektor Paßreiter bescheinigte seiner langjährigen Kollegin eine positive Einstellung zum Beruf und ein hohes Maß an Kollegialität. Mit ihr verliere die gesamte Schulfamilie eine allseits geschätzte Kollegin, die mit ihrer Art des in sich Ruhens und dem Motto „nur keine Hektik aufkommen lassen" trotz einiger gesundheitlicher Schicksalsschläge als Klassenleiterin in den Jahrgangsstufen 5 und 6 einen tollen Job machte. Der Rektor wünschte ihr im Namen der gesamten Schulfamilie, dass sie den wohl verdienten Ruhestand lange bei guter Gesundheit genießen könne.
Irmingard Stern bedankte sich sehr herzlich für die Lobesworte und gestand ihren Kolleginnen und der Schulleitung: „Am Ende der Sommerferien hatte ich immer Zeitlang nach den Schülern. Die Kinder der Klasse 5a erinnerten mit ihren „Sternstunden" an schöne Ereignisse aus dem vergangenen Schuljahr, für die sie sich bei ihrer Lehrerin bedanken wollten. Etwas ganz besonderes hatten sich Schüler der Klasse M9 ausgedacht, denn sie entrichteten ihrer Ethiklehrerin die Glückwünsche in ihrer jeweiligen Muttersprache, die dann von Susanne Dhanka aus der R7 für Irmi Stern übersetzt wurden.

Auch Irmingard Stern bedankte sich herzlich für die ihr entgegengebrachte Wertschätzung und erzählte einige persönliche Erlebnisse aus ihrer Lehrerzeit. Sie schloss ihre Dankesworte mit dem Versprechen, hin und wieder mit einem Kuchen im Lehrerzimmer vorbeizuschauen. Der Lehrerchor überraschte die beiden „Jungpensionistinnen" mit dem Lied „Lehrerjahre geh'n zu Ende"rerinnen Adelheid Maier und Irmingard Stern wurden am Mittwochvormittag zwei sehr engagierte und beliebte Lehrerinne