Reiches regionales Angebot in vielen Berufsfeldern

2016/2017

Zum Elternabend für die Berufsberatung der Achtklässler der Mittel-schule Geiselhöring konnte Klassenlehrer Andreas Bernlochner am Mittwochabend den zuständigen Berufsberater der Arbeitsagentur Straubing, Georg Hetzenecker, begrüßen. Dieser gab den anwesenden Eltern viele nützliche Ratschläge zum Thema: „Wie gehe ich am besten an die Berufswahl meines Kindes heran?"
In seiner Begrüßung gab Klassenlehrer Andreas Bernlochner seiner Freude Ausdruck, dass sich so viele Eltern, mehrere in Begleitung ihrer Kinder, eingefunden hatten, um sich über die nun anste-hende Berufswahl ihres Sohnes oder ihrer Tochter informieren zu lassen. Nach seinen Worten sei das Jahreszeugnis der 8. Klasse das entscheidende Zeugnis für die Bewerbungsunterlagen um einen Ausbildungsplatz. Georg Hetzenecker, der zuständige Berufsberater der Arbeitsagentur im Bereich Straubing, zeigte in seinem rund einstündigen Vortrag die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten der erfolgreichen Mittelschulabgänger auf. Mit dem Erwerb des Qualifizierenden Hauptschulab-schlusses oder des Mittleren Bildungsabschlusses der Mittelschule würden sich diese noch erheb-lich verbessern. Bei der Entscheidung für einen Ausbildungsberuf dürfe das Schüler aber auf kei-nen Fall seine persönlichen gesundheitlichen Voraussetzungen außer Acht lassen. So müsste die exakte Farbtüchtigkeit des Bewerbers für den Beruf des Elektrikers oder des Elektronikers erste Voraussetzung sein.
Großes regionales Angebot in vielen Berufsfeldern
Für den Großteil der Mittelschulabgänger sei der direkte Einstieg in die berufliche Ausbildung mit einer zwei- bis dreieinhalbjährigen Ausbildungszeit die Normalität. Deshalb sei in der ersten Hälfte des 8. Schuljahres der richtige Zeitpunkt für die Schüler, aber auch für die Eltern sich um die Be-rufswahl ernsthafte Gedanken zu machen. Die Mittelschule trage dazu mit dem Angebot von meh-reren Betriebspraktika im Laufe der 8. Klasse bei. Sie geben dem Schüler oftmals den entscheiden-den Hinweis, ob er für seinen Wunschberuf überhaupt geeignet ist. Auf jeden Fall solle sich jeder schon bei der Auswahl der Praktikumsstelle darüber erkundigen, ob dieser Betrieb auch Ausbil-dungsstellen anbiete. Ein vorzeitiger Lehrvertrag biete einerseits eine gewisse Sicherheit, verhinde¬re aber keinesfalls eine spätere Umorientierung in der Berufsentscheidung. Über den endgültigen Besitz einer Ausbildungsstelle entscheide in den meisten Fällen die dreimonatige Probezeit, wo von beiden Seiten ein Ausbildungsvertrag ohne Angaben von Gründen aufgelöst werden könne. Mit einer aktuellen Statistik zeigte der Berufsberatern den Eltern auf, dass in vielen Berufsfeldern das regionale Angebot an Ausbildungsplätzen überaus erfreulich sei. Neben dem direkten Einstig in den Ausbildungsberuf gebe es für die Mittelschulabgänger auch die Möglichkeit in eine Berufs-fachschule mit vielen Ausbildungsangeboten einzutreten. Private Fachschulen stellen meistens kei-ne besonderen Aufnahmebedingungen, dafür verlangen sie aber Schulgeld. Weitere Themenberei-che Hetzneckers waren das Berufsgrundschuljahr, auch BGJ genannt. Auch hier sei ein vorzeitiger Abschluss eines Lehrvertrages ratsam. Am wenigsten könne er dem Mittelschulabgänger das Aus-weichen auf die Möglichkeit eines Berufsvorbereitungsjahr empfehlen. Abschließend legte Hetzne-cker den Eltern ans Herz, ihre Kinder immer wieder neu zum Lernen zu motivieren und frühzeitig das Angebot der Einzelberatung zu beantragen. „Die Chancen drohende Misserfolge zu verhindern, haben sich für die Bewerber deutlich verbessert, die sich frühzeitig und ernsthaft um eine Verbes-serung ihrer Leistungen bemühen. Eine falsche Scheu sei hier vollkommen fehl am Platz, lauteten seine aufmunternden Worte an die um die berufliche Zukunft ihrer Kinder besorgten Eltern.