Über die richtige Schule zum erfolgreichen Abschluss

Über 30 Eltern aus den Grundschulen Geiselhöring und Perkam konnte Rektor Ludwig Paßreiteram Donnerstagabend zum Informationsabend über die schulischen Möglichkeiten nach der 4. Jahrgangsstufe begrüßen. Als Referenten über dieses wichtige Thema stellte er den Zuhörern Renate Neumer von der Nardini Realschule Mallersdorf und Oberstudienrat Werner Schmauser vom Burkhart Gymnasium in Mallersdorf-Pfaffenberg vor. Anwesend waren auch die Beratungslehrerin der Grundschlue Margit Candussio und die Lehrkräfte der 4. Klassen von den Grundschulen Geiselhöring und Perkam.

Viele Möglichkeiten durch die Mittelschule
Nach grundsätzlichen Informationen über die eigene Schule, die seit 2010 mit den Mittelschulen Leiblfing, Mallersdorf-Pfaffenberg und Rain zu einem Mittelschulverbund zusammen geschlossen ist, ging Rektor Ludwig Paßreiter auf den allgemeinen Aufbau des bayerischen Schulsystem ein. Dann erläuterte er die Zugangsvoraussetzungen in die M-Klasse, wobei der Schüler im Zwischenzeugnis der 6. Klasse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch einen Gesamtdurchschnitt von 2,66 oder besser erreichen müsse. Ist der Durchschnitt schlechter, müsse sich der Schüler einer Aufnahmeprüfung unterziehen, die in den letzten Schulwochen vor den großen Ferien stattfindet. In seinen weiteren Ausführungen stellte Paßreiter die Anforderungen zur Erreichung der Mittleren Reife in den M-Klassen vor. Gefordert werden hier vor allen Dingen größere Selbstständigkeit und Eigenverantwortung im eigenen Lern- und Arbeitsverhalten sowie erhöhte Anforderungen im Problem lösenden Denken. Außerdem ging Rektor Paßreiter kurz auf die Durchlässigkeit der neuen Mittelschule und die Problematik der Rückkehrer aus Realschule und Gymnasien ein. Umfassender führte er dann die Vorteile der Mittelschule aus. Klassenlehrerprinzip, vertraute Unterrichtsmethoden, frühzeitiger Beginn der Berufswahlvorbereitung und Berufsorientierung, die Aneignung von Schlüsselqualifikationen unterstützt durch die vertiefte Berufsorientierung in der 7. und 8. Jahrgangsstufe sind eindeutige Pluspunkte der Mittelschule. So können die Schüler der 8. Klassen über das Jahr verteilt bis zu fünf zweiwöchige Betriebspraktika durchführen. Der letzte Teil seiner Ausführungen informierte die Eltern über die Bestimmungen zum Erreichen des Quabis (Qualifizierter Bildungsabschluss) und über die Vielfalt der Möglichkeiten und Abschlüsse, die mit einem erfolgreichen Quali oder Quabi zu erreichen seien. Es sei statistisch erwiesen, so Paßreiter, dass mittlerwile mehr als 43 % der Studenten an Hochschulen über den beruflichen Bildungsweg kommen.

Verbindung von Theorie und Praxis
Im zweiten Referat erfuhren die Eltern von Renate Neumer, Lehrerin an der Nardini Realschule in Mallersdorf, für welche Kinder die Realschule die richtige Schule sei. Erhöhte Lernbereitschaft sei eine der Hauptbedingungen, um die Ziele der Realschule – erweiterte Allgemeinbildung und enge Verbindung von Theorie und Praxis - erreichen zu können. Das Bildungsangebot der Realschule richte sich an junge Menschen, die an theoretischen Fragen interessiert seien und gleichzeitig praktische Fähigkeiten und Neigungen haben.
Abhängig von der persönlichen Entscheidung stehen den Kindern an der Realschule ab der 7. Klasse vier verschiedene Fachrichtungen offen. Die Realschule in Mallersdorf biete ihren Schülern die Bereiche Wirtschaftswissenschaften, Sprachen und Gestalten an, nicht aber den Bereich Mathematik – Naturwissenschaften. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Realschule stehen den Schulabgängern die verschiedensten Wege offen. Berufseintritt, der Übergang zu einer weiter führenden Schule z. B. Fachschule bzw. Fachakademie, Fachoberschule oder Berufsoberschule seien mögliche Alternativen. Sogar das Wechseln in ein Gymnasium bei herausragenden Leistungen und Belegung einer zweiten Fremdsprache sei möglich. Abschließend ging Renate Neumer noch auf die rechtlichen Bestimmungen zum Übertritt an die Realschule ein und gab die an der Nardini- Realschule bereits feststehenden Termine für Einschreibung (8.- 12. Mai 2017) und Probeunterricht (16. bis 18.Mai 2017) bekannt. Abschließend ging sie noch kurz auf die Möglichkeiten der Ganztagsbetreuung, den Förderunterricht und die Chor- und Bläserklassen ein. Zur Anmeldung sind mitzubringen, drei Passbilder, das Original-Übertrittszeugnis, die Geburtsurkunde, evtl. ein LRS-Attest oder die Zeugnisse von früher besuchten Realschulen.
Gute Schüler gehören ans Gymnasium
Mit der Aussage „Das Gymnasium verfolgt mit dem Weg zum Abitur ein anspruchvolles Ziel, begann Oberstudienrat Werner Schmauser vom Burkhart Gymnasium in Mallersdorf-Pfaffenberg seine Ausführungen. Deshalb sei seiner Meinung nach auch die wichtigste Eigenschaft eines für das Gymnasium geeigneten Schülers auch ein hohes Maß an Neugierde. Wenn das Kind sowohl in Deutsch wie auch in Mathematik die Note 2 im Jahreszeugnis der 4. Klasse stehen hat und außerdem noch ein ausreichendes Maß an Durchhaltevermögen, logischem Denkvermögen und Selbstständigkeit besitze, gehört es aufs Gymnasium", lautete die eindeutige Aussage von Schmauser. Eine gewisse Abhärtung, sich durch schlechtere Noten nicht kleinkriegen zu lassen und höheres Selbstbewusstsein seien weitere positive Grundeigenschaften für ein erfolgreiches Durchlaufen des Gymasiums. In jedem Fall sollten Schüler und Eltern vor der endgültigen Entscheidung die angebotenen Tage der offenen Tür der einzelnen Gymnasien nutzen. Mit Ausnahme des musischen und des humannistischen Gymnasiums haben alle Gymnasien ähnliche Ausbildungsrichtungen. Jedes Gymnasium ist auf eine fundierte und umfassende Allgemeinbildung ausgerichtet und hat das Abitur als Ziel. Intelligenz, Arbeitshaltung, Belastbarkeit und Durchhaltevermögen sind wichtige Indikatoren für einen erfolgreichen Weg am Gymnasium, lautete seine klare Aussage. Die Termine für Anmeldung, Probeunterricht und Tag der offenen Tür seien auf der Homepage zu erfahren.
Mit dem Rat an die Eltern „Suchen sie gemeinsam mit ihrem Kind nach dem schulischen Weg, der zum Erfolg führt", schloss Rektor Paßreiter den offiziellen Teil der Informationsveranstaltung, lud sie aber gleichzeitig zum persönlichen Gespräch mit den Referenten ein.