Ein historischer Fund weckt Eigenkreativität

2016/2017

Die Idee, Kinder spielerisch in ihrer Kreativität zu fördern, schlummert eigentlich in jedem Künstler. Um diese Idee umzusetzen startete Lehrerin Inge Weikl mit den Schülern der beiden 4. Klassen im Fach Kunsterziehung ein nicht alltägliches Projekt. Dabei fand sie Unterstützung in der Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, Barbara Glöbl aus Sallach. Diese ist seit einigen Jahren Mitglied der Gemeinschaft der Hobbykünstler in der Alten Schule in Haindling. Alle drei Jahre veranstalten sie eine Ausstellung mit wechselnden Themen. So war das Thema der diesjährigen Ausstellung „Fundstücke", das von den Teilnehmern in erstaunlicher Vielfalt umgesetzt wurde. Barbara Glöbl hatte sich für ihre Arbeiten den Geiselhöringer Stier ausgewählt. Diese tönerne Tierfigur war 1984 bei den Tiefbauarbeiten für das Geiselhöringer Freibad unter dem damaligen Bürgermeister Franz-Xaver Stierstorfer gefunden worden. Ihr Alter wurde durch wissenschaftliche Untersuchungen mit ca. fünf- bis sechstausend Jahren eingestuft. Mit diesen Informationen weckte die Hobbykünstlerin sowohl das geschichtliche Interesse wie auch die Phantasie der Schülerinnen und Schülerm als sie ihnen die Frage stellte, wozu die damaligen Menschen diese Tierfigur vielleicht verwendet haben könnten. Als Glücksbringer, Opferschale oder auch Gastgeschenk lauteten die Vorschläge der Kinder. Nach diesen Vorüberlegungen ging es an die künstlerische Umsetzung. Dafür hatte Barbara Glöbl zwei ihrer damaligen Ausstellungsbilder mit in die Klasse gebracht. Die Stierfigur wurde in ihren Umrissen der dunkel gehaltene Mittelpunkt des Bildes. Mit unterschiedlich großen Farbfeldern sollten die Kinder versuchen, die Leuchtkraft bestimmter Farbkonstellationen zu erproben. Für beide Pädagoginnen, die Künstlerin Barbara Glöbl, wie auch die Lehrerin Inge Weikl, die in den vierten Klassen das Fach Kunst unterrichtet, war es eine besondere Freude, mitzuerleben, mit welcher Begeisterung und mit wie viel Fantasie die Kinder ihr eigenes Bild gestalteten. Barbara Glöbl versprach den Kindern, nach Fertigstellung gemeinsam mit ihnen eine kleine Ausstellung in der Schule zu organisieren .