„Was gibt’s im Kopfhaus?“

Autor Martin Auer las vor Grundschulkindern

Einmal eine ganz besondere Art von Vorlesestunde haben die Klassen der Grundschule Geiselhöring am Donnerstagvormittag mit dem österreichischen Autor Martin Auer erlebt. Der 1951 in Wien geborene Schriftsteller wollte ursprünglich Germanistik und Geschichte studieren, hat aber dann doch die Schauspielerei und das Musikmachen vorgezogen. Zeitweise arbeitete er auch als Werbetexter und Zauberkünstler. 1986 veröffentlichte er sein erstes Kinderbuch. Beim Bücherschreiben ist er schließlich geblieben und so ist er mittlerweile Verfasser von 47 Büchern für Kinder und Erwachsene.

In dieser Woche war Martin Auer auf Einladung der Stadtbibliothek Straubing im Rahmen einer Lesereise auch an der Geiselhöringer Grundschule zu Gast. Mit Spannung erwarteten die Buben und Mädchen den Autor, der gleich mit einigen lustigen Gedichten aus seiner Feder den Kontakt zu den Kindern herstellte und deren Interesse weckte, indem er sie zu einer Reise durch das „Kopfhaus" mit den darin verborgenen Wünschen, Träumen, Geschichten und Ideen einlud. „Wenn die Wörter oder Geschichten im Kopf mal nicht so schnell entstehen, dann braucht ihr bloß Buchstabensuppe zu essen," so Martin Auer zu den staunenden Kindern und lud sie ein, beim Refrain des Liedes „Ich ess' so gerne Buchstabensuppe" deswegen gleich kräftig mitzusingen.

Danach aber las der Schriftsteller aus seinem nach Weihnachten erschienenen neuesten Buch „Die Prinzessin mit dem Bart" vor, zu dem er auch selbst die Illustrationen gestaltet hat. Darin erzählt er, dass ein richtiger Prinz nicht nur das Fechten und das Bogenschießen beherrschen muss. Er kann auch schwierige Probleme lösen und Menschen helfen, besser miteinander auszukommen. Und er kann auch einen Prinzen lieben. Und eine Prinzessin mit Bart kann Prinzen- und Prinzessinnendinge tun. Martin Auer, mehrfach mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet und für seine Verdienste um die Republik Österreich in den Professorenstand erhoben, erzählte mit Witz und Ironie die Geschichte vom Prinzen Adelmut, der sich in Prinzessin Adelmute verwandelt, um sein Recht auf Liebe durchzusetzen.