Nachhaltige Leseförderung

2018/2019

Zehn Schulen mit Gütesiegel „Lesefreundliche Schule" ausgezeichnet

 

Die Leseregion „Straubing – Stadt und Land" hat Schulen, die sich besonders für eine durchgängige und damit nachhaltige Leseförderung einsetzen, erstmalig mit dem regionalen Gütesiegel „Lesefreundliche Schule" ausgezeichnet. Im Salzstadl der Stadtbibliothek nahmen die zehn Schulen ihre Auszeichnung auf die Dauer von zwei Jahren am Donnerstag entgegen.
Es sei ein Siegel, das eine gewisse Qualität demonstriere, betonte Bibliotheksleiter Georg Fisch. Alle Grund-, Mittel-, und Förderschulen im Bereich der Schulämter wurden im Mai über das neue Gütesiegel informiert – 25 haben sich beworben. Das sind über zwei Drittel aller Schulen und die qualitativen Bewerbungen sprechen für die hohe Leseförderung an Schulen. „Es ist einzigartig – weltweit", sagte Schulamtsdirektor Konrad Rieder. Die Idee von Georg Fisch sei mit einer Menge Arbeit verbunden und er bedankte sich für den Einsatz aller Bibliotheksmitarbeiter. Bürgermeisterin Maria Stelzl und Landrat Josef Laumer sind stolz, dass Stadt und Land bei diesem Projekt mit dabei sind. Maria Stelzl erzählte von einem Fernsehbeitrag über Analphabeten, den sie vor kurzem gesehen hat: „Bitte, lassen Sie nicht nach und fördern Sie", appellierte sie an die Vertreter der Schulen. Lesen sei ein Allgemeingut und wer es in jungen Jahren nicht lernt, habe es später schwer. „Es kommt auch der Region zugute", sagte Laumer in Bezug auf die Kinder. Statt einer Laudatio interviewte Fisch alle Gewinner und stellte ein Alleinstellungsmerkmal heraus. So engagieren sich die Schulen im Bereich der Lesepaten, Bücherflohmärkte, Schulbibliotheken oder weiterführende Aufgaben nach dem Lesen eines Buches. Als Anerkennung haben die Schulen neben dem Siegel eine kostenlose Autorenlesung oder ein Buchpaket im Wert von 200 Euro erhalten. Finanziert wurden die Preise aus Mitteln der „Leseregion Straubing – Stadt und Land" und der Staatlichen Schulämter in Stadt und Landkreis. Auch Schüler der Grund- und Mittelschule St. Josef bedankten sich für die Preise. In verschiedenen Sprachen, ähnlich dem „Sendung mit der Maus" –Intro, trugen sie ihr Dankeschön vor. Angesichts des großen Erfolgs der Leseregion soll das Projekt bis 2025 weitergeführt werden. Georg Fisch hoffe, dass sich in der kommenden Zeit auch Sponsoren für das Projekt interessieren und es fördern. Erich Gruber, Schulleiter von St. Josef, brachte es schließlich auf den Punkt: „Gewinner sind die Kinder."